Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene traditionelle Essgewohnheiten gefestigt, die den heutigen Anforderungen an eine ausgewogene Ernährungsweise nicht mehr entsprechen. Viele Menschen haben die Fähigkeit verloren, ihrer Nahrungszufuhr die nötigen Grenzen zu setzen. Dazu trägt auch das vielfältige Lebensmittelangebot bei, das Appetit macht. Außerdem ist die Nahrungsbeschaffung überaus einfach geworden.

 

Viele Menschen können sich alles kaufen, was der Magen gerade begehrt.

 

Falsches Ernährungsverhalten, mangelnde Bewegung oder Stress sind häufig Ursachen für Zivilisationskrankheiten wie Verdauungs-, Stoffwechsel-, Herz- oder Kreislaufstörungen. Auch psychische Faktoren stehen mit Übergewicht bzw. Untergewicht in Verbindung. Seelische und körperliche Probleme beeinflussen Essgewohnheiten und Nahrungsauswahl. Einseitige Ernährungsformen werden dabei oft zur Lebensphilosophie.

 

Das Wissen um den Zusammenhang zwischen falscher Ernährung und Gesundheit veranlasst die Betroffenen jedoch nur selten dazu, ihr Verhalten zu ändern. Bei Kampagnen gegen Nikotin und Alkoholkonsum hat sich gezeigt, dass das Motiv "Angst vor Krankheit" wenig wirksam ist. Ähnlich ist die Situation bei vielen Übergewichtigen oder Untergewichtigen, die ihr Essverhalten eher wegen der Ästhetik als aus Angst vor gesundheitlichen Schäden umstellen. Die größten Chancen für eine breite Verbesserung des Ernährungsverhaltens liegen jedoch in einer - bereits im Kindesalter beginnenden - Erziehung zum richtigen Essen und Trinken.

 

(Internet)

“Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für seine Krankheit opfern.”

(Sebastian Kneipp)