Fettlösliche Vitamine: A,D,E und K

 

Vitamin A ist ein fettlösliches Retinol, das hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln, aber auch in Form von Carotinoiden (Pflanzenfarbstoffen) als so genanntes Provitamin A aufgenommen werden kann. Die höchste Vitamin-A-Wirksamkeit hat dabei das Beta-Carotin, dessen Moleküle aus zwei untereinander verbundenen Retinol-Molekülen bestehen. Speicherort für Vitamin A ist die Leber, von wo aus es über das Blut zu den Zellen transportiert wird. Die Carotinoide werden im Dünndarm zu Retinol gespalten und über die Lymphe transportiert.

Vitamin A-Lieferanten sind: Camembert,Aal,Lebertran,Hühnerleber,Spinat,Grünkohl, Löwenzahnbläter, Karotten, Honigmelone, Marillen, Paprika.

Tagesverbrauch: 1 Milligramm

 

Vitamin D ist kein Vitamin im eigentlichen Sinne, da es - im Gegensatz zu den echten Vitaminen - vom Körper selbst aus Cholesterol hergestellt werden kann. Dies geschieht in der Haut unter Einwirkung von UV-Licht. Der eigentlich biologische Wirkstoff, das Calcitriol, kann als Hormon betrachtet werden.

Vitamin D-Lieferanten sind: Aal, Heilbutt, Lachs, Kalb, Steinpilze, Morcheln.

Tagesverbrauch: 5-10 Mikrogramm

 

Vitamin E ist ein essentieller Nährstoff. Es kann nur von Pflanzen synthetisiert werden. Tiere und Menschen nehmen es mit der Nahrung auf. Von dem mit der Nahrung aufgenommenen Vitamin E werden etwa dreißig Prozent im Dünndarm resorbiert, der Rest wird ausgeschieden. Vitamin E wird nicht in einem spezifischen Organ gespeichert, sondern wird vom Dünndarm aus über den ganzen Körper in fast alle Gewebe verteilt. Die höchsten Gehalte finden sich in Fettgewebe, Leber, Nebennieren und Muskelgewebe.

Vitamin E-Lieferanten sind: Kaltgepresste Pflanzenöle, Sojabohnen, Haselnüsse, Mandeln, Schwarzwurzeln, Avocados. 

Tagesverbrauch: 12-15 Milligramm

 

Vitamin K kommt in verschiedenen Formen vor; Pflanzen bilden das so genannte Phyllochinon oder K1, das über die Nahrung aufgenommen werden kann. In der Darmflora des Menschen wird eine andere Form von Vitamin K gebildet, nämlich K2 oder Menachinon. Es deckt etwa die Hälfte des täglichen Bedarfs ab, so dass ein Vitamin-K-Mangel nur selten auftritt. Vitamin K ist besonders für die Blutgerinnung und die Knochenbildung von Bedeutung.

Vitamin K-Lieferanten sind: Ei, Huhn, Hühnerleber, Kalbsleber, Haferflocken, Kichererbsen, Linsen, Karfiol, Broccoli, Fenchel, Spinat, Kiwi.

Tagesverbrauch: 70-80 Mikrogramm

 

(internet)